Wandern macht glücklich, eine geschaffte Prüfung auch!

Seit Sonntag haben wir zwei neue zertifizierte Wanderführerinnen

2 neue Wanderfuehrerinnen: Susi Bayer und Charlotte Tremmel

Am Sonntag, den 17. Juli 2017 wurden Charlotte Tremmel und Susi Bayer für ihre Mühen belohnt und dürfen sich nun vom Deutschen Wanderverband zertifizierte Wanderführerinnen nennen.

Der Weg dorthin war für beide eine Herausforderung – zeitlich wie inhaltlich.

Am Anfang standen neun intensive Lehrgangstage im Hohenloher Land. Von morgens 09:00 Uhr bis nach dem Abendessen wurden Inhalte vermittelt, die von Landschaftsentwicklung, Geologie, Wetterkunde, Nutzung von Karte und Kompass, über Kleidung und Ernährung bis hin zur Planung einer Wanderung reichten. Exkursionen in den Wald, zum Kennenlernen von Pflanzenarten und zur Burg Waldenburg durften nicht fehlen. Auch Themen wie die richtige Kommunikation mit der Wandergruppe, das Bewerben einer Wanderung und der Umgang mit Kritikern wurde geübt.

Im Anschluss an diese Tage hieß es das Gelernte zu verinnerlichen und eine Wanderung auszuarbeiten, die als Hausaufgabe eingereicht werden musste. Die Zeit war knapp, nur 2 Wochen standen für die Hausaufgabe zur Verfügung.

Für Susi Bayer kam zwischendrin noch die Abschlussprüfung zur Gesundheitswanderführerin dazu. Den Kurs hatte sie schon vorab besucht. Die Freude über das Bestehen und die Fähigkeiten Wanderungen mit zusätzlichen physiotherapeutischen Übungen durchführen zu können, war groß und bedeutete den ersten geschafften Schritt.

Nach Abgabe der Hausaufgabe, zu der eine aufwendige Gehzeitberechnung mit Auszirkeln der Wegstecke auf der Karte, Berechnung von Höhenunterschieden, einer Wegbeschreibung sowie die passende Pressemitteilung gehörten, erhielten die beiden die nächste Aufgabe.

Am Abschlusslehrgang galt es auf einer vorgegebenen Wanderung im Alb-Donau-Kreis die Gruppe je eine Etappe zu führen und über ein bestimmtes Thema zu berichten. Die Herrenbergerinnen durften sich mit der Höhle Kätheren Küche und der klassischen Landesvermessung von Württemberg beschäftigen. Noch am Morgen des Prüfungstages zog es beide in den Wald um ihre jeweilige Wanderstrecke zu erkunden, denn es gibt nichts Schlimmeres, als als Wanderführerin den Weg und die Phänomene nicht zu kennen.

Doch der Tag starte mit einem schriftlichen Test, der aus 60 Fragen bestand und das noch in dieser Woche gemeinsame gepaukte Wissen abfragte. Der letzte Teil des Abschlusslehrgangs folgte am Sonntag, nachdem die 12 km lange, doch ca. sechs Stunden dauernde Prüfungswanderung geschafft war. Eine weitere Wanderung sollte ausgearbeitet, die Gehzeit mit der gelernten Formel berechnet und ein Pressetext verfasst werden.

Am Nachmittag waren beide erschöpft, doch glücklich, als sie endlich ihr hart erarbeitetes Zertifikat sowie die Anstecknadel in den Händen halten durften. Darauf angestoßen wurde beim Herrenberger Stadtfest, wo auch schon die ersten Glückwünsche entgegengenommen wurden.

Nach der Ausbildung ist vor dem Tun! Susi Bayer lädt bereits ab dem 26. Juli zu Gesundheitswanderungen ein und ist im Ü30 Programm des Hauptvereins mit diversen Wanderangeboten vertreten. Weitere Informationen dazu gibt es unter Termine.

Wer auch Lust hat all die Dinge über unsere schöne Schwäbische Alb zu lernen und für die Herrenberger Wanderfreunde interessante Wanderungen zu führen, der wendet sich bitte an den Vorstand der Ortsgruppe. Dieser ist bereit bei den Kosten für die Weiterbildung über die Heimat- und Wanderakademie zu unterstützen. Die nächste Ausbildung startet im September.

Besuch in Rottweil und wandern im Eschachtal

Eine Ausfahrt mit dem Bus brachte Mitglieder und Freunde am Sonntag, den 16. Juli 2017 nach Rottweil. Bei einem Bummel durch die historische Altstadt führte uns eine kundige Führerin in die geschichtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Besonderheiten der ältesten Stadt. Die Römer besetzten in den Jahren 73 / 74 die Rottweiler Gegend. Um das Jahr 1190 gründeten die Staufer das mittelalterliche Rottweil am heutigen Standort.

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Eine Besonderheit von Rottweil besteht darin, dass die Einwohner im Jahr 1519 mit alten Eidgenossenschaften dem Ewigen Bund beigetreten sind. Der Vertrag hat auch heute noch Gültigkeit. In dieser Urkunde ist festgelegt, dass sich die Partner bei feindlichen Auseinandersetzungen durch Nichtmitglieder gegenseitig unterstützen. Aus diesem Bündnis ist die Städtepartnerschaft mit Brugg in der Schweiz entstanden. Dies war die erste Städtepartnerschaft Europas.

Skulpturen des Rottweiler Hundes waren mehrfach in der Altstadt zu bestaunen.

Ein Test Turm für Aufzüge entsteht aktuell am Stadtrand. Die Fertigstellung des 246 m hohen Bauwerks ist für 2018 geplant. Besichtigungen sind jetzt und nach Fertigstellung sicher ein Besuchermagnet. Dies gilt auch für eine in Planung befindliche Fußgänger-Hängebrücke.  Diese ist vom Rand der Altstadt über das Neckartal in der Nähe des Turms geplant.

Nach der informativen Stadtführung wanderten wir von Bühlingen durch das Eschachtal durch Wälder mit prächtigem Baumbestand. Es folgten Magerwiesen, wo wir auffallend viele verschiedene Schmetterlinge bewundern konnten. Der vielfach gewundene Bachverlauf vervollständigte für uns das Bild eines gelungenen Kultur- und Wandertages.

Im Eschachtal "Gänsemarsch" im Eschachtalim-gaensemarsch