Tageswanderung vom Galgenberg in Tübingen nach Weilheim

Das Alb-Panorama begeistert auch noch erfahrene Wanderführer

Am Sonntag, den 18. Juni 2017 führten unsere Wanderführer Wolfgang Kuttler und Heinz Bauer eine wunderbare Wanderung bei bestem Wetter vom Galgenberg in Richtung Wankheim.

img_2486img_2449

Der Galgenberg ist ein knapp 400 m hohe Erhebung am Rand des Neckartals am Südrand der Tübinger Südstadt. Der Name lässt noch heute erahnen, dass auf diesem Berg die Galgen von Tübingen standen. Vermutlich ist nicht ohne Grund der Bergfriedhof dort angelegt.

Mit Blick zur Achalm in Reutlingen und auf die Schwäbische Alb ging es am Waldrand weiter in Richtung Immenhausen und ins romantische Ehrenbachtal. Nach einem Bergaufstieg erwartete die Wandergruppe auf der Hochebene von Schloss Kreßbach mit seinem neu angelegten Golfplatz bei klarer Sicht eine fantastische Aussicht auf den Albtrauf. Mit seiner Begeisterung für das Panorama riss Wolfgang Kuttler alle Wandergäste mit, sodass die Alb aus jedem Winkel bestaunt wurde.

img_2489img_2464

Nahe des Sees auf einem Grillplatz am Wanderweg setzte sich die Wandergruppe zur gemütlichen Rucksackvesper und genoss die Pause mit Aussicht. Am Heilbrunnen unterwegs stiegen einige Gäste hinab um das kühle Nass zur Erfrischung zu nutzen.

img_2453img_2455

Am Waldrand wanderte man in Richtung Hofgut Eck. Vor dem Hofgut wurde die Abbiegung nach rechts in Richtung Weilheim genommen, wo die Gruppe das Schützenhaus Weilheim erreichte und die Wanderung mit einer Einkehr ausklingen lies.

img_2504 img_2505

Wir suchen Wanderführerinnen und Wanderführer

Wandern Sie gern?Anzeige Wanderführer gesucht

Wir suchen Wanderführer und Wanderführerinnen!

Sie erhalten eine kostenlose Ausbildung zur Wanderführerin oder zum Wanderführer beim Schwäbischen Albverein Ortsgruppe Herrenberg.

Interessiert?
Melden Sie sich bitte unter

Telefon 0 70 32 / 7 49 85
oder per E-Mail
og-herrenberg@schwaebischeralbverein.de

Weitere Informationen und Termine finden Sie hier.

Strahlend blauer Himmel im Steinbruch und an der Schwippe

„Es war einfach schön und lohnenswert“ sagt Lore Scheerer über die Idyllischer Blick auf die winterliche SchwippeWanderung der Ortsgruppe Herrenberg des Schwäbischen Albvereins vom Sonntag, den 22.01.2017.
Gestartet wurde in Ehningen mit Ziel Darmsheim. 26 Wanderfreunde machten sich bei strahlend blauem Himmel und klirrender Kälte auf den Weg. Nach halber Strecke erblickte die Gruppe das Wasser der Schwippe, welches sich seinen Weg durch die winterliche Landschaft bahnte.Wanderführerin Anne Walz berichtet: „Im Frühling und in den Sommermonaten sind auf dieser Strecke viele Radfahrer unterwegs.“

Ein lohnenswertes Ziel ist das Schwippetal zwischen Döffingen und Darmsheim. Hier schlängelt sich der Fluss durch einen kurzen Talabschnitt, der vor allem Herbst und Winter schöne Stimmungen bietet.

Zwischen Döffingen und Schafhausen erhält die Würm Verstärkung durch die Schwippe, ihrem mit einer Länge von 16,5 Kilometern längsten Nebenfluss. Die Schwippe entspringt auf dem Gelände des Sindelfinger Ortsteils Maichingen, durchfließt die Orte Dagersheim, Darmsheim, Döffingen und mündet bei der Schafhauser Ölmühle in die, an dieser Stelle ebenfalls nur 18 km lange Würm.

Die Wanderung des Schwäbischen Albvereins ging am Darmsheimer Naturdenkmal Steinbruch entlang. Die Wanderer kamen aus dem Staunen dieser Wände nicht heraus. Heinz Bauer machte auf die Nisthöhlen von Fledermäusen in den Steinbruchwänden aufmerksam. Er erklärte den Teilnehmern, dass Deponien, die Rohstoffe gewinnen, nur zeitlich befristet in den Naturhaushalt eingreifen. Nach dem Ende des Abbaus bzw. der Verlagerung der Gewinnungsstätten entstehen oft höherwertige Lebensräume, die häufig von besonders bedrohten Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden. Dieser Kreislauf von Zerstörung und Neubildung ähnelt der natürlichen Dynamik der Natur und bildet attraktive Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen.

Die Spanne von sehr nassen bis sehr trockenen, schattigen oder sonnigen Bereichen bietet speziell für Reptilien oder Amphibien einen idealen Rückzugsort. Auch Pflanzen profitieren von diesen Standorten, da hier ein Boden zu finden ist, dessen Material noch nicht verwittert ist bzw. noch nicht von Humus überdeckt wurde. So finden nicht nur seltene Pflanzenarten, sondern auch heimische Tierarten wie Uhus, Graureiher oder Wanderfalken, deren Lebensraum immer mehr bedroht ist, im Steinbruch ein neues Zuhause. Die nachhaltige Gewinnung von Rohstoffen bietet hier also auch eine Chance für Flora wie Fauna.

In Baden-Württemberg werden jährlich ca. 100 Millionen Tonnen Gestein abgebaut. Ein Fachmann des Steinbruches erklärt interessierten Besuchern: Wer bisher geglaubt hatte, Stein sei totes Material, der irrt. Der Stein ist nicht tot, er lebt.

Aus dem Steinbruch in Darmsheim werden im Jahr ca. 400.000 Tonnen Gestein nach strengen ökologischen wie ökonomischen Richtlinien abgebaut und in der Aufbereitungsanlage zu hochwertigen Materialien für die Bauindustrie verarbeitet.

Ein weiterer Höhepunkt war der historische Ortskern von Darmsheim mit seinen Fachwerkhäusern. „Sonst kenne ich solche schönen Orte nur aus dem Allgäu und wir haben sie fast vor der Haustür“, schwärmt die Anne Walz.
Sie berichtet den Anwesenden, dass am 20. August 1907 ein Feuer gegen 1.45 Uhr ausbrach, das sich rasend schnell in ungeheurer Geschwindigkeit ausbreitete. Es gelang den Feuerwehrmännern, die Kirche zu retten, nachdem die Kirchturmspitze Feuer gefangen hatte. Bis 21 Uhr brannte das Ortszentrum lichterloh.
Wahrscheinlich ist das Inferno auf einen Kaminfehler zurückzuführen. Die Gebäudebrandversicherung teilte mit, dass der Gebäudeschaden 275.000 Mark beträgt.

Anne Walz und Heinz Bauer hatten das Highlight der Wanderung bis zum Schluss aufgehoben: der stillgelegte Steinbruch am Aichbachgrund. Das einigen noch von früher bekannte große Loch des Steinbruchs hat sich in den letzten Jahren zu einer wunderschönen Parkanlage mit Seen verwandelt. Dort finden regelmäßige Veranstaltungen statt.
Der Darmsheimer Töpfermarkt gilt als einer der Größten in Baden-Württemberg. Er lockt jährlich mehr als 35000 Besucher an.

Das von der Freiwilligen Feuerwehr organisierte Darmsheimer Sonnwendfeuer ist – wie auch das Darmsheimer Seenachtsfest – eines der größten Feste Darmsheims und lockt jedes Jahr mehrere Tausend Besucher an.
Zudem ist das Darmsheimer Sonnwendfeuer eines der letzten Sonnwendfeuer der Region.

Nach dieser schönen Wanderung und dem genießerischen Spaziergang durch die Parkanlage trat die Gruppe mit dem Bus die Rückreise nach Ehningen an, um im Sportheim bei griechischem Essen den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.