Sternwarte und Planetenweg 2013

Schwäbischer Albverein – Herrenberg – Sternwarte und Planetenweg 9.3.2013 und 12.5.2013

Besuch der Sternwarte in Weil der Stadt am 9.3.2013

Wanderung auf dem Johannes-Kepler-Planetenweg am 12.5.2013

20130512-Klappsonnenuhr

Im Rahmen einer Abendveranstaltung besuchten Mitglieder und Freunde des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Herrenberg, die Johannes-Kepler-Sternwarte in Weil der Stadt. Mit begeisterndem Vortrag erzählte uns Wanderfreund Johannes Merz vom Leben und Wirken des Astronomen und Mathematikers Johannes Kepler. Kepler war auch Mitbegründer der neuzeitlichen Naturwissenschaften.

Nach der mit vielen Bildern verständlich erläuterten Planetenpräsentation bestaunten wir zunächst die technische Ausstattung der Sternwarte. Bei wolkenverhangenem Nachthimmel war zeitweise ein Blick durch das optische Gerät zum Planeten Jupiter, mit seinen vier von Galilei entdeckten Monden (1610), möglich.

20130512-Narrenbrunnen

Mit dem zweiten Teil unserer Planeten-Ausfahrt besuchte die Gruppe das Johannes-Kepler-Museum in Weil der Stadt. Die Sonne, symbolisch dargestellt durch das Zifferblatt der Turmuhr der kath. Stadtpfarrkirche Weil der Stadt, war der Ausgangspunkt der Wanderung. Mit Lichtgeschwindigkeit war der erste Planet – Merkur – erreicht. (Entfernung 57,9 Mio. km, Gehzeit 3 Minuten). Auch die folgenden Himmelskörper, Venus, Erde, Mars, befanden sich, nach galaktischem Maßstab, noch in unmittelbarer Nähe zur Sonne. Unsere Erde hat im Vergleich zur Sonne – Durchmesser 2,50 m – nur die bescheidene Ausdehnung von ca. 23 mm. Zum Jupiter, als nächstem Planeten auf unserem Wanderweg, hatten wir Luftlinie schon 1,4 km zurückgelegt, was einer tatsächlichen Entfernung zur Sonne von 779 Mio. km, entspricht. Die größte Distanz hatten die Teilnehmer zum Planeten Neptun mit Luftlinie 8,1 km zu bewältigen. Die tatsächliche Entfernung beträgt unvorstellbare 4509 Mio. km.

Bei unserer Wanderung konnten wir diese Strecke entsprechend Sonne – Neptun gerade noch überblicken, ohne Einzelheiten zu erkennen. Die gleiche Entfernung in der Realität ist für uns Menschen jedoch von unfassbarer Dimension. Deshalb lenkten wir auf unserem Weg den Blick, weg von den riesigen Entfernungen des Weltalls, immer wieder in die herrliche Hügellandschaft mit frischem Grün und gelb blühenden Rapsfeldern.

(Bericht von Herbert Weber)

 

Letzte Änderung: 04.01.2015